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ErstbefahrungenFoto: Marquardt-Prospekt, 1954 |
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Alpenflüsse, 1952Der FRITZBACH, ein Nebenfluss der Salzach, wurde 1938 durch Theo Bock und Kurtz Sigritz, München, erstmals ab Hüttau befahren. Die 11 km lange Fahrt führt nahezu pausenlos über schwerste Katarakte und dürfte nicht allzu oft wiederholt werden.Die BREGENZER ACHE wurde im Mai 1932 durch Staelin und Schulhof vom Hochschulring deutscher Kajakfahrer erstmalig ab Bahnhof Lingenau-Hittisau befahren BRANDENBERGER ACHE - Eine Besichtigung des Triftsteiges ist nur zu empfehlen, weniger eine Befahrung, wenn auch dies schon unternommen wurde (Mai 1931 durch Dauschek und Seelos, TWV. Innsbruck). BRIXENTALER ACHE - Die Erstbefahrung erfolgte im August 1930 durch Dauschek und Seelos, TWV. Innsbruck. ÖTZTALER ACHE - ist für eine Befahrung nicht geeignet, wenn auch das letzte Stück bis zur Mündung, anläßlich von Filmaufnahmen, durch Höfler, Innsbruck, befahren wurde. STEYR - die Erstbefahrung erfolgte 1930 durch HDK.-Gruppe: Frentz, Alber, Holbeck, Rautenfeld, Busch und Kratz. Ab Klaus bis Mündung war schon Jahre vorher die Steyr das Ziel einheimischer Paddler. SANNA, Trisanna, Rosanna - Ab St. Anton haben 1935 Plattner, Langer und Neuhauser, Innsbruck, diesen Wildbach erstmals versucht. Theo Bock und Kurt Sigritz, München, haben dann 1939 die noch unberührt gebliebene Wolfsschlucht ebenfalls bezwungen. LIESER - 'Die Lieser ist bei keinem Wasserstand durchwegs befahrbar und kann trotz ihrer großen landschaftlichen Schönheit zur Befahrung nicht empfohlen werden. Sie wird nur ganz großen Könnern vorbehalten bleiben.' Die 11 km lange Strecke von Gmünd bis zur Seebacher Brücke wurde im Juni 1934 durch Franz v. Alber und Begleiter, der mehrmals kenterte, erstmalig befahren. Die Schwierigkeit wurde mit V angegeben, das Seebacher Wehr wurde rechts übertragen. Die weitere, 3 km lange Strecke durch die Lieserschlucht wurde ebenfalls durch Franz v. Alber am 24. Juli 1936 erstmalig bezwungen und deren Schwierigkeit mit VI eingestuft. Das durchschnittliche Gefälle von Gmünd bis Spittal beträgt 12,7 ‰. (Quellen: Tiroler Wassersport-Verein, 1952 www.kanu-oberbayern.de, Fotos: Kanu-Sport) | ![]() 1932, Erstbefahrung der Bregenzer Ache, Franz Schulhof ![]() 1938, Erstbefahrung des Fritzbachs, Kurt Sigritz |
Befahrung der Partnachklamm, 1948 | |
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Am 3. Oktober (48) wurde die Klamm von 19 Mann gruppenweise durchpaddelt, im Falteiner und in kurzen und
langen Regatta-Holzkajaks, und wenn auch, namentlich bei dem niederen Herbstwasserstand eines verhältnismäßig
trockenen Septembers, der das Wagnis erleichterte, diese Klammfahrt sich nicht mit den Befahrungen der
Salzachöfen bei Golling vergleichen läßt, so haben die Felswände, Felsbrocken und klemmenden Blöcke im Verein
mit schwalligem Wasser den Klammkanuten die 11 und 8 Minuten, die sie durchschnittlich in der engen tiefen
Rinne verbrachten, recht sauer gemacht. Zumal den beiden, von welchen der erst sich am Ausgang der Klamm
zwischen Wand und Stromstrich so verklemmte, daß der Nachfolgende über das Heck des ersten dicht hinter
dessen Rücken, hinwegfahren - hinwegturnen - mußte, um herauszukommen. Es handelte sich um eine sozusagen ausgeschriebene Befahrung. Der Bayerische Kanuverband hatte sie in dem Programm seines ersten Städtewettkampfes im Kajakslalom auf der Partnach in Garmisch-Partenkirchen angekündigt und Wasserwachtmänner der Bergwacht standen mit entsprechender Ausrüstung für alle Fälle bereit, ohne aber irgendwo in Aktion treten zu müssen. Unter dem Eindruck dieser Befahrungen hat das Sportkomitee Garmisch-Partenkirchen und der dortige junge Faltbootclub ein Partnachklamm-Standartabzeichen geschaffen, dass all denen zusteht, die bezeugt die Klamm bewältigt und befahren haben. (Luther, Kanu-Sport 1948, Foto, Kanu-Sport 1949) |
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Neue Wildwasserfahrten in Sachsen, 1926Das Hochwasserjahr 1926 hat so manchen Wunsch der zünftigen sächsischen Paddler-Gilde der Erfüllung nahegebracht, so manches 'Neuwasser' konnten die Häute der Boote streicheln. Stark erweitert wurde die Liste der fahrbaren Gewässer und auch die bisher erreichten Schwierigkeiten sind nun schon weit überboten.Kirnitsch: Erstbefahrer: Otto Heinicke, Fritz Scheppler (Schweifsterne, Dresden), Bootstyp: nur Einsitzer, Schwierigkeiten: Je nach Wasserstand III-VI Wesenitz: Erstbefahrer: Lothar Keydel (Pirnaer Kajakklub), Bootstypen: Zweisitzer sind gut möglich, jedoch müssen dann verschiedene Flußstrecken (Teufelskanzel, Lochmühle und Vorder-Jessen) umtragen werden. Schwierigkeiten: III-IV Freiberger Mulde: Erstbefahrer: Gremser und Oehme (Freiberger Faltbootfahrer), Bootstypen: nur Einsitzer (bis Hilbersdorf), Schwierigkeiten: V-VI Ab Hilbersdorf ist die Mulde dann schon etwas leichter befahrbar. Der landschaftlich reizendste, aber auch wildwassertechnisch schwerste Teil befindet sich vor Schloß Bieberstein. Später verliert die Mulde die Urkraft des Bergflusses, jedoch ist auch weiterhin noch Vorsicht geboten. Erstbefahrer: Ende 1925 (Freiberger Faltbootfahrer), Bootstypen: Zweisitzer, Schwierigkeiten: IV-V. Flöha: Erstbefahrer: Otto Heinicke, Fritz Scheppler, Hugo Gäbisch (Schweifsterne, Dresden), Bootstypen: nur Einsitzer, Schwierigkeiten: V-VI Zwönitz: Erstbefahrer: Edwin Baumgärtel (Schweifsterne, Chemnitz), Bootstypen: Einsitzer, auch Zweier möglich, Schwierigkeiten: III Chemnitz: Erstbefahrer Georg Fraunfelder, Edwin Baumgärtel (Schweifsterne, Chemnitz), Bootstypen: Einer, Schwierigkeiten: VI Göltzsch: Erstbefahrer: Walter Bräutigam, W. Böttger (Schweifsterne, Zeitz), Bootstypen: nur Einsitzer, Schwierigkeiten: IV Weida: Erstbefahrer: Mitglieder der Schweifsterne, Zeitz, Bootstypen: je nach Wasserstand eventuell auch Zweisitzer möglich, Schwierigkeiten: IV (Quelle: Otto Heinicke, Sportwart der 'Schweifsterne', Dresden) |
![]() Stromschnellen an der Wesenitz ![]() Wehrfahrt auf der Göltzsch |
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| © Ilse Entner | |