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Deutsche Kanu-Verband (DKV)1913 wurde der Deutsche Kanuverband gegründet. Er war in Kreise, die nach Wassergebiet bestimmt waren, aufgeteilt. Nicht dabei waren die süddeutschen Wildflusspaddler und andere das Faltboot verwendende Paddler, die sich im 'Verband der Deutschen Faltbootfahrer' in München organisiert haben. Erst 1924 haben sich die süddeutschen Paddler dem DKV angeschlossen. Der 'Donau-Kreis' wurde in 'Bayern-Kreis' umbenannt und die Leitung dem Faltbootproduzenten Hans Berger übertragen.1933 wurde in Berlin der Deutsche Wassersport-Verband (DWV) gegründet, dem die Fachschaften Rudern, Paddeln, Segeln und Motorbootfahren angehörten. Der 'Arierparagraph' wird eingeführt. Der deutsche Sport und damit auch der Kanusport standen an einem Wendepunkt. Mit der Kontrollratsdirektive Nr.23/1945 wurde die Auflösung aller bis dahin bestehenden Turn- und Sportvereine angeordnet und jeglicher Sportbetrieb unter die Aufsicht der lokalen Kontrollorgane (Besatzungsmächte) gestellt. Zweck dieser Maßnahme war die Entnazifizierung des Sports. Die Neugründung des Deutschen Kanu-Verbandes erfolgte 1949. (Quellen: www.kanu-oberbayern.de, Kanu-Sport 1927) |
![]() 1927 Verbandstag in Forst mit einem Teil der Verbandsausschuss-Mitglieder
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Österreichische Kanu-Verband (OKV)Die offizielle Gründung des Österreichischen Kanu-Verbandes erfolgte am 6. August 1922 an der alten Donau in Wien. Johannes Pitschmann wurde erster Präsident, ihm zur Seite stand Emil Duschanek als Vizepräsident.Bereits 1924 bildeten sich in Österreich vier Sportkreise, in Wien (UDK), in Linz (ODK), an der Enns (EWK) und der Mur - Drau - Innkreis (MDK). 1926 kam es zur Gründung der Naturfreunde Paddelgruppe in Wien. In den Jahren 1932 und 1933 entwickelte sich im Paddelsport nach einer Idee von Willi Rabe eine neue Disziplin, der Slalom. Der erste Slalombewerb in Österreich wurde auf der Mühltraisen bei St. Georgen durchgeführt. Das Olympiajahr 1936 brachte die erste Leistungsexplosion Österreichischer Kanusportler bei den Olympischen Spielen in Berlin. 1936 wurde auch der Kajak-Slalom als Internationaler Sport anerkannt und ein internationales Slalomkommitee aus Vertretern Deutschlands, der Schweiz und Österreich gebildet. 1938 wird der Österreichische Kajak-Verband aufgelöst und im DRL als Gau 17 übernommen. Der zweite Weltkrieg bedingte eine Stagnation in der internationalen Entwicklung des Kanusports. Nach Beendigung des Krieges versuchte man 1946 eine Neugründung des Österreichischen Kanu-Verbandes. Der Verband konnte aus politischen Gründen nicht als ÖKV wiedergegründet werden, so wurde die Bezeichnung Österreichischer Paddelsport Verband (ÖPV) registriert und von der ICF anerkannt. Auch die Farben der Fahne wurden geändert, die Buchstaben ÖPV erschienen jetzt blau in der rot-weiß-roten Fahne anstatt schwarz. 1947 wurde die erste Wildwasserwoche der Naturfreunde in Groß - Reifling eröffnet. 1951 wagte der Österreichische Paddelsport Verband die Weltmeisterschaften im Kanuslalom in Steyr zu übernehmen und errang einen großen sportlichen und organisatorischen Erfolg. Mit der Neugründung 1946 als ÖPV mußte der Verband auch neue Statuten erstellen, die für den gesamten sportlichen und administrativen Ablauf bis 1972 richtungsweisend waren. Bei der Generalversammlung am 5. Nov. 1977 in Wien wurde die Umbenennung des Österreichischen Paddelsport Verbandes (ÖPV) in Österreichischer Kanu-Verband (OKV) beschlossen. (Quelle: www.kanuverband.at) |
![]() Medaille Naturfreundetreffen 1948 in der Steiermark |
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Schweizer Kanu-VerbandDer Schweizer Kanu-Verband wurde am 17.Mai 1925 in Brugg als Vereinigung Schweizerischer Flusswanderer gegründet und zählte damals 31 Mitglieder. Im Jahre 1935 startete der Verband eine Zusammenarbeit mit dem Touring Club Schweiz (TCS) da bei Auslandsfahrten jeweils ein Triptyk verlangt wurde. Da dem TCS vorgeworfen wurde, er sei kein Tourismus-, sondern ein Automobil-Club, fusionierten die Vereinigung Schweizerischer Flusswanderer mit dem TCS und ist seither die Nautische Sektion des Clubs. Am 27. November 1960 wurde an der Delegiertenversammlung der Namenswechsel auf 'Schweizerischer Kanu-Verband' beschlossen.Heute befinden sich ca. 3.400 Aktivmitglieder in 51 eigenständigen Sektionen im Verband wieder. Der Sitz der Geschäftsführung befindet sich in Zürich. (Quelle: www.wikipedia.org) |
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Allein oder im VereinIn den Alpen kann der Hochtourist nicht selten Wanderern begegnen, die die schwierigsten Bergbesteigungen ohne Mithilfe, ohne Gefährten durchführen; auf dem Flusse sind diese Erscheinungen durchaus keine Ausnahme, man trifft sie auf ihren weiten Fahrten, wenn sie der heiße Sommer durch die Lande führt.Sind sie, die tüchtigsten und erprobtesten unter den Weltwanderern, ein augenfälliger Beweis, daß uns Vereine, mit ihrem Klüngel und Getriebe, nicht vonnöten sind? Wälzen wir nicht jahrelang unfruchtbare Kanzleiarbeit, werben und ereifern uns, um schließlich kaum einmal jenen reinen Genuß unser eigen zu nennen, den der stille Wandersmann vom ersten Augenblick genießt? So zwingend auch die Bejahung dieser Frage scheint, wir dürfen schon Unterschiede machen: Tun wir vor allem eins, schaffen wir den Verein nur als Plattform für die Betätigung der Vorliebe jedes einzelnen! Geben wir ihm die Mittel an die Hand den Alltag loszuwerden, den er ohne hilfreiche Sportgenossen nicht mehr zu bannen vermag! Vermehren wir ihm die Möglichkeiten, gegen Amtsschimmel und Geldgier in seiner Umgebung zu bestehen, geben wir ihm einen weiten Blick für die Reisemöglichkeiten in ferne Gebiete! Wie? Durch eine gute Bücherei, durch Vorträge und Handfertigkeitskurse, durch billige Beschaffung all dessen, was der Sportsmann braucht, durch gute Freundschaft mit dem Ausland und seinen Verbänden. In diesem Augenblick ist das Gerüst geschaffen, nun ist die Aufgabe erfüllt. Die Wohlgesinnten mögen kommen und nach ihrer Weise weiterbauen! |
Der wird sich an seine verlorene Jugend klammern und wird mit fröhlichen Jungen zur Tour ziehen.
Ein anderer aber liebt es, mit dem zarten Geschlecht das kühle Naß zu befahren. Familien
werden zur Sonntagsreise ausziehen, wie sonst auf dem Festland zur spießerischen Landpartie ...
Sie alle laßt gewähren! Und auch den, der einsam seine Straße zieht, Eigenbrödler aus Überzeugung; auch ihm gibt der Verein Halt und Hilfe! Nur zwingt ihn nicht, ihn und keinen anderen, Bekenntnisse abzulegen und auf Farben zu schwören, und in Rudeln und in strengem Zwange durch die göttliche Freiheit da draußen zu maschieren! Nun sei es aber auch unsere Aufgabe, die Grenze zu finden, wo der Verein sein Recht verlangen muß und wo er den Sportfreund entläßt, damit er selbst zeige, was in ihm steckt! Suchen und erwägen, nicht verordnen ... Da liegt die Schwierigkeit, aber von dorther müssen wir den Pfad finden! (Dr.Friedrich Beck, Prag, 1924) ![]() Zeichnung: Arthur Nikolaus |
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| © Ilse Entner | |