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Z Edi Hans Pawlata | Johannes Pitschmann | Karl Prelle-Herrsching |
Edi Hans Pawlata19.02.1900 Wien - 13.12.1966 Wien
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Dem Wiener Edi Hans Pawlata gelang als erstem Europäer die Eskimorolle. "Ganz gegen die Erwartungen alterfahrener Paddler ist es mir am 30. Juli 1927 als erstem europäischen Sportsmanne gelungen, mich im Kajak nach dem Kentern wieder aufzurichten. Dadurch war der Bann um das jahrhundertealte Eskimogeheimnis gebrochen und der Kajaksport hatte aufgehört, nur dem Namen nach zu existieren." Sein Boot Aijuk, ein Faltboot-Eski mit 4,90m Länge und 47cm Breite, entwickelte Pawlata selbst. Produziert wurde es bei der Faltbootfirma Otto Hartel in Graz. Foto: Buchumschlagseite, 1928 Zitat: Edi Hans Pawlata, 1928 |
Johannes Pitschmann1878 (?) - 23.12.1927 Wien
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Johann Pitschmann war ein vielseitiger Sportler. Er bestieg, meist im Alleingang, viele Gipfel und Klettersteige in den
Ostalpen. Gegen Ende des Jahrhunderts unternahm er Drachen- und Freiballonfahrten mit z.T. schwieriger Sturmlandung.
1903 war er ein begeisteter Motorradfahrer und Automobilist geworden. Durch Nansens Werk: 'Eskimoleben' angeregt, wandte er sich der Paddelei zu und befuhr im selbstgebauten Faltbootungetüm, wahrscheinlich als erster, den Inn und die Donau vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer. Urlaubstouren führten ihn an die Adria von Triest nach Venedig und über Pola nach Fiume, Lissa bis an den Skutarisee und in die Bocce, alles dies mutterseelenallein im Faltboote. Wiederholt befuhr Pitschmann, alle seine freie Zeit benutzend, die Wildwasserstrecken in Österreich und Bayern und die Donau von Passau bis Wien etwa 70mal. Mit anderen Anhängern gründete er 1921 den Österreichischen-Kajak-Verband, dessen Vorsitzender er durch Jahre verblieb. Er gründete die Österreichische Lebensrettungsgesellschaft, organisierte zahlreiche Ruder- und Paddelregatten und fand des Winters Zeit, Lichtbilder- und Filmvorträge zu halten. Der Kajakverband ernannte ihn zu seinem ersten Ehrenmitglied, ebenso der Deutsche Kanuverband und einzelne Kanuvereine. (Quelle: Kanu-Sport, 1928) |
Karl Prelle-Herrsching1866 - (?)
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Der Münchner Varietékünstler Karl Prelle-Herrsching - besser bekannt unter dem Namen 'Charles Prelle' -
brachte aus Amerika das Ohioboot mit.
Das Ohio, ähnlich einem Kanadier, wurde nicht gepaddelt, sondern vom Hecksitz aus, drückend, nicht ziehend, mit
kurzen Riemen gerudert. Mit diesem Boot fuhr er noch vor Heurich (1905) auf der Isar. Heurich schreibt darüber 'Vor
mir hatte schon der Artist Prelle etwa ein Dutzend Fahrten mit seinem amerikanischen Faltboot 'Ohio', einem offenen
Ruderboot, von Wolfratshausen bis München gemacht.' Sein erstes Boot ist im Juli 1904 von der Isar verschlungen worden. Als ein für die damalige Zeit bemerkenswertes Ereignis hat diesen 'Untergang des Ohio' J.B.Sailer in einem Buche über das Isartal geschildert. Prelle ist dadurch nicht wasserscheu geworden. Er ließ neue Boote derselben Art kommen und in München auch nachbauen, sammelte Jünger um sich und war in den Gründungsjahren des heutigen Deutschen Touring-Kajak-Clubs (DTKC München), des ersten Faltbootvereins, ein eifriges Mitglied, vor allem ein umsichtiger Fahrtenleiter. Prelle war noch mit 70 Jahren als Ventriloquist (Bauchredner), vornehmlich mit einem Hunde arbeitend, in vielen Sprachen redend, auf den Varietébünen der Welt unterwegs. Foto: 1936, Prelle mit seinen amerikanischen Faltbooten, die 1904 den Gedanken des Faltbootes auf die Isar brachten Aufnahme: Cil Quelle: Österreichischer Kajaksport 1936 |
| © Ilse Entner | |